BTB-Handball am Wochenende 17./18.10.2020

STST Nr.Nr. DatumDatum Ort Heim   Gast Erg.Erg. HZHZ
Mittelrhein-Landesliga
5 1303513035 So. 18.10.20 16:00So. 18.10.20 16:00
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TV Bergneustadt - BTB Aachen He3 27:2527:25 (12:14)

Beim TV Bergneustadt für die 3. BTB-Herren leider nur Punkte in Flensburg

Spielbericht von Trainer Wilfried Aretz, 19.10.2020

Nachdem das ursprünglich für den 26.09.2020 angesetzte Spiel wegen Corona-Fällen im Umfeld des TV Bergneustadt auf Sonntag, den 18.10.2020, verlegt worden war, begaben wir uns gestern auf den Weg ins Oberbergische.

Zurückliegende positive Spiel- und Trainingseindrücke machten uns zuversichtlich, dass in der dortigen Sporthalle Auf dem Bursten durchaus "was gehen könnte"! Auch ließ uns die Niederlage des Aufstiegsfavoriten im Nachholspiel zum Wochenbeginn bei der HSG Refrath/Hand 2 hoffen, mit weiteren Punkten im Gepäck unsere kleine, beginnende Serie ausbauen zu können.

Mit Respekt, aber ohne Angst, begegneten wir den Oberbergischen, die schließlich ehemalige Ober,- und Drittligaspieler in ihren Reihen wissen. Wir waren sofort im Spiel und leisteten dem schier übermächtigen Gegner von Beginn an Widerstand! Den 0:1-Rückstand glichen wir postwendend aus und führten im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit. Erst in der 18. Spielminte konnte der Gastgeber mit dem Spielstand von 6:5 wieder einen Vorsprung für sich verbuchen. Dass wir auch psychisch immer stabiler werden, zeigten wir mit weiteren Führungen, die wir zu unserem 14:12-Halbzeitvorsprung ausbauen konnten.

Die erste Hälfte lief aus unserer Sicht nahezu am Optimum, denn wir boten einem Gegner, der zu Höherem berufen scheint, massive Gegenwehr. Unser Spiel stützte sich auf eine sichere Abwehr mit zahlreichen Paraden unseres Torwartes Maurice Beckers, daraus resultierendem Tempohandball, sowie einem strukturierten Positionsangriff mit zahlreichen Auslösehandlungen unter Organisation unseres Playmakers "Matthi" Struck.

Über diese sattelfeste 6:0-Abwehr gelangen uns zahlreiche Gegenstöße, bei denen der Ball leider nicht jedes Mal den Weg ins Tor fand. So blieb die eher schlechte Wurfquote zu bemängeln und war Ursache, dass wir den Halbzeitvorsprung nicht hatten höher gestalten können.

Nach dem Seitenwechsel stellte der Gegner personell um. Malte Müller, ehemaliger Drittliga-Akteur in Schalksmühle, spielte nun am Kreis und kooperierte hervorragend mit seinen Mitspielern aus dem Rückraum. Dennoch konnten wir in der 34. Spielminute mit drei Toren vorlegen, die wir bis zum 20:21-Zwischenstand in der 45. Spielminute nicht abgaben. In dieser Phase waren auch personelle Wechsel bei uns erfolgreich. So konnte Christian Adoni einen Siebenmeter-Strafwurf parieren. Insgesamt jedoch hätten wir noch etwas mutiger und zielorientierter wechseln können. Aber: "Am Ende ist man immer schlauer!"

Erst mit dem 23:22 konnten die Hausherren erstmals wieder – und insgesamt nur zum dritten Mal in diesem Spiel – in Führung gehen. In den letzten zehn Minuten wogte das Duell hin und her, mit wechselnden Führungen. Zwar konnten wir noch einmal zum 25:25 (57.) ausgleichen, kassierten jedoch in den letzten drei Spielminuten noch zwei Treffer, ohne dass wir selbst noch Tore beisteuern konnten.

Dass wir weiterhin an psychischer Stärke arbeiten müssen, zeigten wir in dieser Schlussphase, in der unsere Nerven leicht blank lagen und unser Spiel an Struktur verlor. Auch verwarfen wir 20 Sekunden vor Schluss noch einen Siebenmeter. Bjarne Laartz, der sich mit neun Toren in einen Rausch warf, eroberte den Rebound und wurde dabei überhart am Hals attackiert, ohne dass es die verdiente Sanktion eines weiteren Strafwurfs mit Zeitstrafe gegen den Gegner gab. Ob es nach einem möglichen Torerfolg bei verbleibenden knapp 20 Sekunden dann noch zu einem weiteren Treffer für uns und somit zum Ausgleich gereicht hätte, ist hypothetisch. Verdient wäre er jedenfalls gewesen.

Im Ergebnis stellte unser Trainer Willi Aretz fest, dass wir 50 Minuten ein mindestens ebenbürtiger Gegner gewesen waren und wir uns sowohl im Angriff als auch in der Abwehr wieder weiterentwickelt gezeigt hatten. Genau diese guten Zeiten im Spiel wollen wir als Basis für unsere Weiterentwicklung nehmen, die aufgrund unseres jungen Durchschnittalters (im Spiel 22 Jahre) gerade wieder "Fahrt aufgenommen hat!"

Am Ende hatte es die Glücksgöttin Fortuna nicht gut mit uns gemeint. Auch, weil ein physisch überlegener Gegner sich mit harter, manchmal gesundheitlich grenzwertiger Gangart bewegte, ohne dass dies sanktioniert wurde.

In diesem Zusammenhang war es dann schon ein Gewinn zu wissen, dass wir ohne größere Blessuren den Heimweg hatten antreten können – auf dem von einem unserer Spieler noch "teure Fotos" gemacht wurden. Insofern hatten wir diesmal leider nur Punkte in Flensburg zu verbuchen.

Total Club Manager 1.5.20